Eine Talharpa ist ein Streichinstrument, wie es in den skandinavischen Ländern weit verbreitet ist. Dort ist es auch Bestandteil der traditionellen Musik. Ich mag an diesen Instrumenten den doch sehr atmosphärischen Klang, und natürlich den Umstand dass sie – in meinen Augen – leichter zu spielen sind als andere Violinen oder Geigen.
Talharpas im Spiel finden sich bei Bands wie Heilung, Nytt Land, A Tergo Lupi oder auch Wardruna sehr häufig. Sie bilden dort meist einen Hintergrundklang, der einfach die Atmosphäre dieser wunderbaren Musik ausmacht. Kann ich selbst spielen? Ein wenig, aber es ist noch sehr stark ausbaufähig. Aber hey, ich baue die Instrumente weil es mir Freude macht, auch wenn es schön wäre mit dem Bau gleich eine gewisse Meisterschaft im Spiel zu entwickeln. Aber dass ist leider nicht der Fall.
Bei dieser Talharpa kam Kirschholz aus lokalem Anbau – also dem bayrichen Wald – zum Einsatz. Da es etwas weicher ist als Eichenholz, ist der Klang ein wenig weicher und wärmer, und statt diesmal wieder mit Schlagmetall zu arbeiten, kam hier der Brennpeter und ganz einfach Farbe zum Einsatz.
Der auf dass Instrument aufgebrannte Text lautet wie folgt (Isländisch):
„þótt maðr gleymi mér vindvatni jörð en eldr ber ek enn nafn mitt ok fjöllin ok vættir syngva söng minn“
„Mag der Mensch mich vergessen, so tragen doch Wind, Wasser, Erde und Feuer meinen Namen. Und der Berg, die Bäume und die Geister singen mein Lied.“
Dass meine Zeit begrenzt ist, merke ich jeden Tag. Aber ich möchte auch nicht gehen ohne etwas geschaffen zu haben, was mich überdauern wird. Und ich hoffe sehr dass es auf meine Instrumente zutrifft, und diese Jenen Freude bereiten, welche sie hoffentlich irgendwann spielen, und natürlich auch deren Zuhörern …