Die große Spinne im Universum

Man mag es kaum glauben, aber früher litt ich unter Arachnophobie: Der Angst vor Spinnentieren! Wie kommt es dann dass ich heute Spinnen nicht nur anfertige, sondern auch Respekt und Wertschätzung für diese kleinen Raubtiere entwickelt habe? Es begann, vor einigen Jahren, mit einer Vision …

Gebürtig stamme ich aus Deutschland – und andere Kulturen, obgleich diese mich schon immer faszinierten, sind dennoch nicht mein Spezialgebiet, so dass ich eine entsprechende kulturelle Prägung definitiv ausschließen kann. Was mich jedoch von vielen Anderen unterscheidet, ist mein Glaube!

Ich bin davon überzeugt dass jedwedes Leben auch beseelt ist, was mich zwar nicht zum Vegetarier macht – dazu in einem eigenen Artikel irgendwann eine Erklärung – aber mir dennoch Respekt selbst für dass Kleinste abverlangt. Zu den Spinnen kam ich als ich mich während eines Rituals treiben ließ und darum bat, mir etwas beizubringen.

Während dieser spirituellen Reise befand ich mich plötzlich im Weltall, und sah einer gigantischen weiß-blau gemusterten Spinne ins Gesicht, welche damit beschäftigt war Fäden zu Netzen zu weben, aus welchen sich die Schicksale Einzelner, wie aber auch ganzer Welten entwickelte.

Direkt mit ihr sprechen konnte ich nicht, aber meine Begleiter erklärten mir dass der Biss dieser Mutter Spinne sowohl tödlich sein könne, aber auch Wissen und Kraft schenken würde, sofern man es überlebt. Ich werde an diesem Punkt nicht weiter auf die Ereignisse eingehen, aber was mir gezeigt wurde, erinnerte mich an die drei Nornen aus der germanisch-skandinavischen Mythenwelt.

Als ich später recherchierte, stieß ich auf eine alte Legende der Hopi, über eine Spinne welche ähnliche Aufgaben inne hatte. Sehr viel mehr fand ich leider nicht, aber der Eindruck den ich damals hatte, und der mir auch die Angst vor diesen Tieren nahm, hat sich doch eingeprägt, und so ist es nicht verwunderlich dass ich hin und wieder auch meine Kunst den Spinnen und ihren Netzen widme …